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Schafprakiker – Modul 3 Fütterung

24.04.2017 13:25
von Redaktion Österreich
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Die leistungsgerechte Fütterung von Schafen will gelernt sein. Das Schaf als Landschaftspfleger stellt natürlich keinen großen Anforderungen an Futterqualität. Geht es aber darum, von der Schafzucht, Lämmerproduktion bzw. Milchproduktion zu leben, ist die Futterqualität als auch die Auswahl geeigneter Futtermittel und die Kenntnis über das Leistungsstadium des Tieres von größter Bedeutung. Aus diesem Grund trafen die Teilnehmer des Schafpraktiker Lehrgangs am 20.04. und 21.04.2017 im steirischen Ennstal bei stürmendem Schneetreiben erneut zusammen.

Dr. Ferdinand Ringdorfer, Leiter der Abteilung kleine Wiederkäuer an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein, vermittelte das notwendig Know-How im Bereich Anatomie des Verdauungssystems, Grundfutterqualität, Futtermittelkunde, Fütterungsfehler und brachte Rationsbeispiele für die Schafhaltung vor. Der Abschluss dieses Tages fand am Betrieb von Florian Pernkopf in Roßleiten statt. Der Milchproduktionsbetrieb hält die Rasse Lacaune und zeichnet sich besonders durch das gut durchdachte Futtermanagement am Betrieb aus. Dieses ist auch notwendig um hochwertige, biologisch produzierte Heumilch zu erzeugen. Beeindruckt durch den Innovationsgeist von Herrn Pernkopf konnte auch Schneefall und Kälte die Schafpraktiker nicht davon abhalten interessiert Fragen zu stellen. Als krönenden Abschluss durften auch Schafmilchprodukte verkostet werden.

Die Fortsetzung des Moduls Fütterung wurde von DI Magdalena Mayrhofer, Beraterin für Lämmermast, Schaf- und Ziegenhaltung der LK OÖ, gemacht. Durch ihren umfassenden Einblick in Praxisbetriebe aller Produktionsrichtungen im Zuge ihrer Tätigkeit als Beraterin konnte sie den Teilnehmern auch die wirtschaftlichen Auswirkungen von schlechtem Futtermanagement aufzeigen. An diesem Vormittag wurde intensiv auf die einzelnen Produktionsrichtungen in der Schafhaltung eingegangen und mögliche Risikofaktoren jedes Systems beleuchtet.

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der praktischen Fütterung. So stellte Hannes Priller seinen Merinolandschaf-Betrieb vor und berichtete über Probleme im Bereich der Fütterung, mit denen man als praktischer Schafhalter konfrontiert wird. Nach den spannenden Ausführungen von Hannes Priller wurde der Merinozuchtbetrieb von Gudula und Peter Schrefler-Berger besucht. Der Nebenerwerbsbetrieb findet sich in nahezu jedem Versteigerungskatalog des steirischen Schaf- und Ziegenzuchtverbandes wieder. Die Tiere der Familie Schrefler-Berger sind auch weit über die Grenzen Österreichs hinaus beliebt, so werden einige Zuchttiere des Betriebes exportiert. Das Zusammenspiel zwischen Fütterung, Haltung, Management und geschultem Züchterblick macht den Erfolg des Merinolandschafzuchtbetriebes aus.  

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